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rohstoffe

Hier gibt es ein wenig Information zu den von mir verwendeten Rohstoffen. Allerdings möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich eher um meine persönlichen Erfahrungen mit den entsprechenden Zutaten handelt, als um wissenschaftlich fundierte Daten. Wer in dieser Hinsicht sucht wird z.B. bei www.olionatura.de oder in der Wikipedia fündig werden.

  • Arganöl
    Arganöl ist ein besonders Luxuriöses und wertvolles Öl. Empfindliche und auch reife Haut profitiert spürbar von der ausgewogenen Zusammensetzung und dem hohen Gehalt an natürlichem Vitamin E.
  • Aprikosenkernöl
    Aprikosenkernöl hat ähnliche Eigenschaften wie Mandelöl, es ist als Basisöl für jeden Hauttyp, aber besonders für trockene und empfindliche Haut geeignet.
  • Avocadoöl
    Avocadoöl besitzt im Vergleich zu anderen Ölen ausgesprochen viele unverseifbare Bestandteile und wertvolle Vitamine, welche die Haut besonders verwöhnen. Es ist dem Olivenöl recht ähnlich und besonders für empfindliche Haut gut geeignet. In meinen Seifen verwende ich die rohe, grüne Variante welche auch der Seife eine wunderschöne, natürlich-grüne Farbe verleiht.
  • Babassuöl
    Babassuöl stammt von den Früchten der Babassupalme und zählt genau wie Kokosöl zu den Schaumfetten. Es sorgt für reichlichen Schaum und gibt der Seife eine harte Konsistenz.
  • Distelöl
    Distelöl verwende ich sehr gerne, es macht sehr helle, weiße Seife. Es enthält von Natur aus wertvolle Vitamine wie z.B. Vitamin E. Dabei ist es ein eher leichtes Öl und gut für normale bis fettige Haut geeignet.
  • Jojobaöl
    Eigentlich handelt es sich hierbei um ein flüssiges Wachs, es soll entzündungshemmend wirken bei purer Anwendung. In der Seife sorgt es für einen sensationellen Pflegeeffekt indem es Feuchtigkeit spendet. Außerdem verbessert Jojobaöl die Haltbarkeit der Seife.
  • Kaffee
    Kaffee tilgt Gerüche, das wusste schon meine Omi. Eine mit Kaffee hergestellte Seife hat diese Fähigkeit auch und eignet sich damit hervorragend als Küchenseife, wo man ja öfter mal mit unangenehmen Gerüchen an den Händen zu kämpfen hat. Auch das zur Kaffeeherstellung benutzte Kaffeepulver, der Kaffeeprütt, macht sich fein in Seife: er schrubbelt und peelt die Haut bei der Reinigung, so dass diese deutlich effektiver wird.
  • Kakaobutter
    Aus Kakaobutter kann kann man nicht nur wunderbare Schokolade herstellen, sie verfeinert auch Seifen. Sie sorgt in Seife für Festigkeit, Haltbarkeit und Pflege der Haut, allerdings auch nur in Kombination mit anderen Ölen, ein zuviel an Kakaobutter kann zu einer austrocknenden Seife führen.
  • Kokosöl
    Kokosöl zähl zu den sogenannten Schaumfetten und härtet die Seife. Es hat weniger pflegende Eigenschaften, in hoher Konzentration kann es sogar austrocknend wirken. Aber in der richtigen Menge eingesetzt, und mit pflegenden Ölen kombiniert, sorgt es für wunderbar schäumende Seifenstücke.
  • Natriumhydroxid, NaOH, Sodium hydroxide
    Auch Ätznatron genannt ist unabdingbar zur Herstellung von festen Seifen. Wird es erst in Flüssigkeit wie z.B. Wasser gelöst und mit Ölen emulgiert entsteht eine chemische Reaktion, der Verseifungsprozess. Dadurch dass die Öle im Überschuss eingesetzt werden ist die fertige Seife später überfettet und praktisch kein ätzendes Natriumhydroxid mehr vorhanden. Um Verätzungen auszuschließen wird grundsätzlich jede Lauge durch ein feines Sieb gegeben um auszuschliessen, dass ungelöste NaOH-Kristalle in die Seife gelangen können. Bei einer ausgereiften Seife liegt der pH Wert zwischen 8 und 9 und die Seife kann bedenkenlos verwendet werden. Zum Vergleich liegt der pH-Wert der Lauge bei 14 und der von ganz frisch gesiedeter Seife zwischen ca. 11 und 12.
  • Maiskeimöl
    Maiskeimöl als heimisches Öl ist natürlich sowieso schon sympathisch, ich mag es aber auch in Seife äußerst gerne, da es eine spiegelglatte Oberfläche der Seife bewirkt. Seifen mit Maiskeimölanteil greifen sich für mein Empfinden fantastisch an. Da es zusätzlich reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist verwende ich es ausgesprochen gerne.
  • Mandelöl
    Mandelöl ist ein wunderbar pflegendes Luxus-Öl besonders für trockene, empfindliche und schuppige Haut. In Seife sorgt es für Härte und eine schöne helle Farbe. Nußallergiker sollten allerdings berücksichtigen, dass das Mandelöl allergenes Potential besitzt.
  • Milchprodukte
    Milchprodukte wie Ziegenmilch, Buttermilch oder auch pflanzliche Kokosmilch verleihen der Seife einen besonders cremigen und angenehmen Schaum. Milchseifen können bei der Herstellung etwas eigen sein, werden sie beim Verseifungsprozess zu heiß müffeln sie unangenehm nach Ammoniak. Für mich ist eine Milchseife der Inbegriff einer Luxusseife.
  • Olivenöl
    Olivenöl ist ein traditionelles Öl im kosmetischen Einsatzbereich, ihm wird eine heilende, entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. In der Seife sorgt es für Festigkeit und Milde.
  • Rapsöl
    Rapsöl mag ich besonders und meinen Seifen, da es ein heimisches Öl ist und keinen langen Transportweg benötigt. Es verleiht der Seife eine seidig-glatte Haptik und ist ein sehr mildes Basisöl.
  • Reiskeimöl
    Reiskeimöl ist reich an Antioxidantien und besitzt einen natürlichen Sonnenschutzfaktor, wobei das bei einem Rinse-Off Produkt wie Seife meiner Meinung nach keine großen Rolle spielt. Aber in Kombination mit den richtigen Ölen verseift erzeugt es einen fantastischen cremigen Kuschelschaum.
  • Rizinusöl
    Rizinusöl verstärkt die Schaumbildung anderer verseifter Öle, auch in nur geringer Einsatzkonzetration in der Seife.
  • Sesamöl
    Sesamöl ist auch ein fantastisches Seifenöl. Es ist reich an ungesättigten Fettsäuren welche eher weiche Seife ergeben aber dieser Effekt wird leicht durch andere, härtende Öle in der Seife ausgeglichen. Außerdem enthält Sesamöl viele unverseifbare Bestandteile die sich äußerst positiv auf die Haut auswirken. Nur Nußallergiker sollten das vorhandene allergene Potential berücksichtigen.
  • Sheabutter
    Sheabutter, auch Karité genannt, hat viele hautpflegende Stoffe die nicht verseifbar sind. D.h. sie sind in der fertigen Seife unverändert vorhanden und verwöhnen trockene, beanspruchte Haut. Sheabutter verleiht dem Seifenstück außerdem Härte und hat eine helle Farbe.
  • Straussenfett
    Am Anfang meiner Siederkarriere war ich ja Tierfetten in der Seife gegenüber sehr skeptisch eingestellt. Allerdings bin ich ja neugierig und grade Straussenfett werden wunderbare Eigenschaften nachgesagt. Es wird bei Neurodermitis und Psoriasis empfohlen und auch in der Seife wirkt es sehr mild und pflegend, außerdem hat Seife mit Straussenfett einen ganz besonderen Schaum. Der unangenehme Geruch verschwindet beim Verseifungsprozess für meine Nase völlig, in einer bedufteten Seife ist er auch für empfindliche Nasen nicht mehr wahrnehmbar.
  • Stearinsäure
    Stearinsäure gibt der Seife schon in sehr geringer Einsatzkonzentration Härte und eine ganz glatte Oberfläche, außerdem stabilisiert es den Schaum. Stearinsäure wird aus Palmöl gewonnen, welches ich eigentlich aus ökoligischer Sicht nicht in meinen Seifen verwenden möchte. Also gebe ich, wenn es die Rezeptur erfordert, eine kleine Menge Stearinsäure in die Seife, mit diesem Kompromiss habe ich mich arrangiert. Außerdem ist der Großteil meiner Seifen wirklich palmölfrei.
  • Tussahseide
    Tussahseide in der Lauge gelöst verleiht der Seifen einen ganz besonders luxuriösen, seidigen Schaum.
    Die Besonderheit von Tussahseide ist dass die Raupen des japanischen Eichenseidenspinners erst schlüpfen dürfen und die Seide nur aus den verlassen Kokons gewonnen wird. Also muss keine Raupe für diese Wild-Seide ihr Leben lassen.
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